Warum der Serverstandort zählt
„Server in Österreich" steht auf vielen Websites, auch auf unserer. Es lohnt sich, genauer hinzusehen, was das bedeutet – und was nicht.
Was der Standort tatsächlich regelt
Der physische Ort der Festplatte entscheidet mit darüber, welches Recht auf Ihre Daten Anwendung findet und wer im Ernstfall Zugriff verlangen kann. Liegen Ihre Kundendaten in einem österreichischen Rechenzentrum, betrieben von einem österreichischen Unternehmen, gilt europäisches Datenschutzrecht ohne Umwege.
Bei US-Anbietern ist die Lage komplizierter, auch wenn das Rechenzentrum in Frankfurt oder Dublin steht: Wenn der Mutterkonzern amerikanischem Recht unterliegt, kann er zur Herausgabe verpflichtet werden – unabhängig davon, wo die Server stehen. Genau das ist der Punkt, an dem viele Datenschutzkonzepte still werden.
Die drei Fragen, die weiterhelfen
Statt nur auf die Landesflagge zu schauen, fragen Sie Ihren Anbieter das hier:
Wo genau stehen die Server, und wem gehört das Rechenzentrum? „In Europa" ist keine Antwort. Bei uns lautet sie: Rechenzentrum in Graz, Betreiber ist die Körbler GmbH mit Sitz in Wagna.
Wer kann technisch auf die Daten zugreifen? Also: Welche Personen, welche Subunternehmer, welche Fernwartungszugänge. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag sollte das auflisten, nicht nur behaupten.
Wo liegen die Sicherungen? Backups landen erstaunlich oft in einer anderen Rechtsordnung als die Produktivdaten. Das hebt den Vorteil des Standorts auf.
Wann das Thema überschätzt wird
Ehrlicherweise: Für eine Website mit Firmenporträt und Kontaktformular ist der Serverstandort nicht die wichtigste Frage. Dort zählen Verfügbarkeit, Ladezeiten und ob jemand ans Telefon geht, wenn etwas klemmt.
Wichtig wird der Standort, sobald personenbezogene Daten in Menge ins Spiel kommen: Kundenstammdaten, Zeiterfassung von Mitarbeitern, Bewerbungen, Gesundheits- oder Vertragsdaten. Also überall dort, wo eine Software den Betrieb wirklich abbildet.
Was das für die Praxis heißt
Drei Dinge, die sich in Betrieben bewährt haben:
- Trennen Sie die Fälle. Marketing-Tools, die nur aggregierte Zahlen sehen, sind unkritischer als das System mit Ihren Kundenstammdaten.
- Schreiben Sie auf, wo was liegt. Ein DIN-A4-Blatt mit Dienst, Anbieter, Standort und Zweck reicht für den Anfang und ist im Prüffall Gold wert.
- Prüfen Sie die Backups mit. Nicht nur, wo sie liegen, sondern ob eine Rücksicherung je getestet wurde. Das ist der Punkt, an dem die meisten Konzepte scheitern – und der hat mit Datenschutz nichts mehr zu tun, sondern schlicht mit Weiterarbeiten können.
Wie wir es halten
Unsere Webspace-Pakete und die 1Tool-Module laufen in einem Rechenzentrum in Österreich, betrieben von uns. Tägliche Datensicherung ist in jedem Paket enthalten, der Support sitzt in Wagna und ist unter +43 3452 214214 erreichbar – ohne Ticketsystem dazwischen.
Wenn Sie wissen wollen, welche Paketgröße zu Ihren Daten passt, sehen Sie sich die Preise und Pakete an oder rufen Sie an. Wir sagen Ihnen auch, wenn das kleinste reicht.